Bindungsorientiertes Hundetraining heißt: Ihr Hund folgt Ihnen, weil er Ihnen vertraut und Sie versteht, nicht weil er auf Kommandos gedrillt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Beziehung zwischen Mensch und Hund und eine artgerechte Kommunikation, mit klaren Grenzen und echten Freiheiten.
Unser Leitsatz stammt vom Verhaltensforscher Eberhard Trumler: „Gehorsam ist alles, Dressur ist nichts.“ Thomas Bingen sagt es so: „Ich möchte meinen Hunden nicht ständig sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Sie sollen Hund sein dürfen und ihre eigenen Dinge machen. Aber wenn ich sie rufe, müssen sie ihre Aktivitäten einstellen und zu mir kommen.“
5 Profi-Tipps aus unserem Training
1. Grenzen klar und ruhig setzen
Ein Hund braucht verlässliche Regeln. Setzen Sie Grenzen ruhig, freundlich und immer gleich, statt laut zu werden. Was heute verboten ist, ist auch morgen verboten. So weiß Ihr Hund, woran er bei Ihnen ist, und muss nicht ständig testen.
2. Freiheiten bewusst schenken
Bindung heißt nicht, dass Ihr Hund ständig an Ihnen klebt. Lassen Sie ihn schnüffeln, erkunden und Hund sein, wo es sicher ist. Ein Hund, der Freiheiten bekommt und trotzdem jederzeit zurückkommt, zeigt eine stabile Beziehung.
3. Körpersprache vor Worten
Hunde lesen vor allem Ihre Haltung, Ihre Bewegung und Ihre Stimmung. Viele Missverständnisse entstehen, weil Worte und Körper Unterschiedliches sagen. Achten Sie darauf, was Sie mit dem Körper ausdrücken, dann braucht es oft weniger Kommandos.
4. Gemeinsam etwas tun
Gemeinsame Beschäftigung stärkt die Bindung, etwa Suchspiele, kleine Aufgaben auf dem Spaziergang oder Longieren. Ihr Hund erlebt Sie dabei als den Menschen, mit dem die spannenden Dinge passieren, und orientiert sich von selbst mehr an Ihnen.
5. Belohnung gezielt einsetzen
Belohnungen sind wichtig, ersetzen aber keine Beziehung. Wer nur mit Leckerli arbeitet, bekommt oft einen Hund, der auf das Futter achtet statt auf den Menschen. Setzen Sie Lob und Futter gezielt ein und bauen Sie daneben Vertrauen und Orientierung auf.
Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten
Ein häufiger Irrtum ist, bindungsorientiert mit grenzenlos zu verwechseln. Ein Hund ohne Regeln ist nicht frei, sondern unsicher. Ebenso wenig hilft das Gegenteil: ständiges Korrigieren, Kommandos im Minutentakt und Druck an der Leine. Dabei lernt der Hund zu gehorchen, solange er muss, aber nicht, Ihnen zu vertrauen. Und schließlich: Bindung entsteht im Alltag, nicht nur in der Trainingsstunde.
So helfen wir Ihnen in Böhl-Iggelheim, Speyer und Umgebung
Bei den Rheinauenwölfen lernen Sie, Ihrem Hund verständlich Grenzen zu setzen, ihm Freiheiten zu gewähren und ihn optimal zu fördern. Schon in der Welpengruppe steht die Bindung zum Menschen an erster Stelle. Im Einzelcoaching geht es im Ersttermin um die Mensch-Hund-Beziehung und eine für den Hund verständliche Kommunikation. Trainiert wird auf unserem Platz in Maxdorf.