Ein zuverlässiger Rückruf entsteht nicht durch lauteres Rufen, sondern durch ein Signal, das Ihr Hund nur mit guten Erfahrungen verbindet und das Sie Schritt für Schritt unter Ablenkung aufbauen.
Thomas Bingen sagt über seine eigenen Hunde: „Sie sollen Hund sein dürfen und ihre eigenen Dinge machen. Aber wenn ich sie rufe, müssen sie ihre Aktivitäten einstellen und zu mir kommen.“ Genau diese Freiheit mit Sicherheit wünschen sich die meisten Hundehalter. Der Weg dorthin hat feste Schritte.
5 Profi-Tipps aus unserem Training
1. Ein neues Signal einführen
Haben Sie den Namen oder das „Hier“ schon oft gerufen, ohne dass etwas passiert ist, ist das Wort für Ihren Hund verbraucht. Wählen Sie ein neues Signal, zum Beispiel einen Pfiff oder ein Wort, das Sie sonst nie benutzen, und bauen Sie es von vorn auf.
2. Kommen muss sich immer lohnen
Jedes Ankommen wird belohnt, auch wenn es lange gedauert hat. Schimpfen Sie nie, wenn Ihr Hund endlich da ist, sonst lernt er, dass Kommen unangenehm ist. Rufen Sie ihn auch zwischendurch, belohnen Sie und schicken Sie ihn wieder los, damit der Rückruf nicht immer das Ende vom Spaß bedeutet.
3. Nur rufen, wenn Sie gewinnen können
Solange der Rückruf noch nicht sitzt, rufen Sie nur in Situationen, in denen Ihr Hund sehr wahrscheinlich kommt. Für alles andere sichert eine Schleppleine von fünf bis zehn Metern den Freilauf ab. So sammelt Ihr Hund nur Erfolge und keine Ausreden.
4. Ablenkung schrittweise steigern
Erst zu Hause, dann im Garten, dann auf dem leeren Feld, erst danach mit anderen Hunden, Joggern oder Wild in der Nähe. Jede Stufe kommt erst, wenn die vorige zuverlässig klappt. Diesen Aufbau üben wir in der Gruppe unter Ablenkung und auch außerhalb des Trainingsgeländes.
5. Jagdverhalten ernst nehmen
Startet Ihr Hund bei Wild oder Katzen durch, reicht ein guter Rückruf oft nicht aus. Jagdverhalten lässt sich nicht mit „Sitz, Platz, Fuß“ lösen. Hier braucht es ein eigenes Training, das am Verhalten Ihres Hundes ansetzt.
Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten
Viele Halter rufen mehrmals hintereinander, immer lauter. Damit lernt der Hund, dass erst der fünfte Ruf ernst gemeint ist. Ein zweiter Fehler ist das Hinterherlaufen: Für viele Hunde wird daraus ein Fangspiel, bei dem er gewinnt. Gehen Sie stattdessen in die Hocke oder ein paar Schritte in die andere Richtung, das macht Sie interessanter. Und rufen Sie Ihren Hund nicht nur dann, wenn etwas Unangenehmes folgt, etwa das Anleinen am Ende des Spaziergangs oder das Abtrocknen nach dem Regen.
So helfen wir Ihnen in Böhl-Iggelheim, Speyer und Umgebung
In der Junghundegruppe steht neben Leinenführigkeit und Grundkommandos vor allem der zuverlässige Rückruf im Vordergrund. In den Übungsgruppen festigen Sie das Gelernte einmal pro Woche unter Ablenkung. Kommt Jagdverhalten dazu, klären wir im Einzelcoaching, wie Sie Ihren Hund wieder entspannt ableinen können.
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