Wenn Ihr Hund an der Leine zieht, hilft vor allem eine Regel: Ziehen darf ihn nie ans Ziel bringen, lockeres Gehen dagegen immer. Das klingt einfach, braucht aber Konsequenz von allen, die mit dem Hund spazieren gehen.
Leinenziehen ist einer der häufigsten Gründe, warum Hundehalter aus Speyer, Böhl-Iggelheim und dem Rhein-Pfalz-Kreis zu uns kommen. Fast immer hat der Hund gelernt, dass Ziehen funktioniert: Er kommt schneller zum Baum, zum Artgenossen, zur Wiese. Diese Erfahrung drehen wir um.
5 Profi-Tipps aus unserem Training
1. Stehen bleiben statt ziehen
Wird die Leine straff, bleiben Sie ruhig stehen. Kein Rucken, kein Schimpfen. Weiter geht es erst, wenn die Leine wieder locker durchhängt. Ihr Hund lernt so: Ziehen stoppt den Spaziergang, lockeres Gehen setzt ihn fort.
2. Orientierung belohnen
Belohnen Sie jeden Moment, in dem Ihr Hund sich an Ihnen orientiert und die Leine locker ist. Geben Sie die Belohnung direkt an Ihrem Bein, dort soll Ihr Hund sich gern aufhalten. Ein Leckerli, ein freundliches Wort oder das Weitergehen zum Ziel zählt als Belohnung.
3. Klein anfangen, Ablenkung später
Üben Sie zuerst dort, wo wenig los ist: im Garten, im Flur, auf einer ruhigen Straße. Erst wenn es dort klappt, kommen Park, Feldweg und Begegnungen mit anderen Hunden dazu. Wer gleich unter voller Ablenkung übt, übt vor allem das Ziehen.
4. Passende Ausrüstung
Ein gut sitzendes Brustgeschirr und eine Leine mit zwei bis drei Metern Länge geben Ihrem Hund Spielraum, ohne dass Zug auf dem Hals liegt. Die Ausrüstung ersetzt kein Training, sie macht es aber für beide angenehmer.
5. Die Ursache klären
Viele Hunde ziehen aus Aufregung, aus Unsicherheit oder weil ihnen Auslastung fehlt. Dann hilft reines Leinentraining wenig. Erst wenn klar ist, warum Ihr Hund zieht, lässt sich das Verhalten dauerhaft ändern.
Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten
Der häufigste Fehler ist Inkonsequenz: Mal darf der Hund ziehen, weil es gerade eilt, mal nicht. Für Ihren Hund bedeutet das, dass Ziehen manchmal klappt, und genau das hält das Verhalten am Leben. Ebenso wenig hilft es, die Leine kurz zu halten und ständig zu korrigieren. Ihr Hund lernt dabei nur, gegen den Druck zu arbeiten. Planen Sie lieber kurze Übungsrunden ein, in denen Sie Zeit haben, und nehmen Sie für eilige Wege anfangs eine andere Lösung, zum Beispiel einen Platz im Garten.
So helfen wir Ihnen in Böhl-Iggelheim, Speyer und Umgebung
In der Junghundegruppe steht die Leinenführigkeit von Anfang an im Vordergrund. Zieht Ihr Hund schon länger oder kommen Unsicherheit und Aufregung dazu, ist das Einzelcoaching der schnellste Weg: Wir schauen uns an, warum Ihr Hund zieht, und üben direkt mit Ihnen im Alltag. Erfahrungsgemäß sind nicht mehr als 4 bis 5 Termine nötig.
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